wenn ich erzähle, dass Jamie und Yoki zur katzenakupunktur und -osteopathie gehen, weiss ich schon, welchen ungläubigen blick ich gleich ernte. "die halten da still?" heisst es oft. und ich erzähle dann, dass man die praxis von frau dr. arias nicht mit einem normalen tierarztbesuch vergleichen kann: man kommt dorthin nur mit termin und weiss, die nächste zeit ist nur für die katzen reserviert und niemand anderes stört.
die praxis ist nicht weiss, sondern mit elementen der chinesischen (heil)kunst, in holz- und grüntönen gestaltet. oft gibt es dazu meditative klänge, manchmal plätschert der zimmerbrunnen, der buddha überwacht den ablauf. hört sich sehr alternativ an? ist es gar nicht. nicht zuletzt wegen der entspannten ruhigen ausstrahlung der tierärztin ist alles sehr harmonisch und ruhig, die katzen dürfen ausgiebig vor der behandlung das zimmer erkunden. nichts geschieht mit druck oder zwang, höchstens mit sanfter lenkung.
(sorry für die schlechten fotos. mehr war in dem indirekten licht nicht rauszuholen, aber es reicht für nen eindruck.)
die katzen sind während der behandlung gespannt, aber nicht angestrengt. allerdings müssen sie ordentlich mitarbeiten, das hört man am schnaufen, tiefen seufzen und dem lippenschmatzen, vor allem wenn sich endlich eine blockade löst. manchmal gibts danach noch ein paar globuli oder ein rezept, aber immer begeistertes lob und ein paar ordentliche streicheleinheiten!
in akuteren zeiten sind wir ca. ein- bis zweimal im monat dort, zur vorbeugung bzw. um für Jamies kreuzbeschwerden den status zu halten ca. einmal im quartal bis einmal im halben jahr.
nach der letzten behandlung vom dienstag hat Jamie leider gestern das erste mal nach einer behandlung seit langer zeit wieder gepieselt. ich habe schon während der behandlung gemerkt, dass er einiges angespannter war als sonst, das könnte am unglücklichen "eintüten" zuhause gelegen haben - aber auch daran, dass wir vorher einige zeit nicht kommen mussten, was sehr erfreulich ist und für den richtigen ansatz spricht.sicher fragt jetzt auch der eine oder andere nach den kosten. die sind natürlich nicht zu vernachlässigen aber - wie ich finde - verhältnismässig und teilen sich in einen einmaligen betrag für die anamnese und folgekosten pro behandlung auf, dazu kommen ggf. kosten für globuli/tropfen. für uns kommen noch fahrtkosten dazu, pro einfache strecke mit dem auto brauchen wir ca. 40 min.
wenn ich mir überlege, was bei einem "normalen" tierarzt an kosten anfällt, wie häufig diese im krankheitsfall anfallen und vor allem wie hoch die psychische belastung für die tiere ist, ist es schon aus diesem grund ein absoluter gewinn. betonten möchte ich aber nochmal: im akuten verletzungs- oder krankheitsfall suchen wir nach wie vor zuerst einen schulmediziner auf, die unterstützende weitere behandlung erfolgt dann (in absprache zwischen den beiden tierärzten) - soweit möglich!! - alternativ.
habt ihr fragen dazu? seid ihr skeptisch? wollt ihr mehr wissen? mailt mich gern an oder hinterlasst einen kommentar mit email-adresse!